Lichtspielhaus
Alice ist zurück. Aber nicht nur eine.
Spätestens wenn die Umbrella-Forscher den zerfetzten Kadaver von ihr auf einen Haufen mit anderen genauso übel zugerichteten Alice-Körpern werfen, wird klar, hier geht es nicht mit rechten Dingen zu. Wie sollte es auch, in einer vom T-Virus fast zerstörten Welt ist normales Leben nicht mehr möglich.
Fünf Jahre nach dem Vorgänger „Resident Evil: Apocalypse“ hat sich das Virus über den ganzen Planeten ausgebreitet und alles Leben entweder vernichtet, oder in hirnloses Fleisch verwandelt. In dieser Welt kämpft Alice neben verschiedenen kleineren Gruppierungen ums Überleben. Sie ist jedoch vorerst allein unterwegs. Durch ihre Kräfte, die sich seit dem Vorfall in Racoon City massiv verbessert haben, kann sie zu einer Gefahr für andere Menschen werden. Dennoch schließt sich Alice einer Gruppe von umherirrenden, nicht infizierten Menschen an. Dort trifft sie auch auf Carlos, aus dem zweiten Teil. Nachdem man sich mehr oder weniger erfolgreich gegen den Angriff von infizierten Krähen gewehrt hat, beschließt man, sich mit dem ganzen Tross nach Alaska aufzumachen, denn von dort aus hat Alice vor Monaten Funksprüche aufgefangen. Dort scheint die Welt noch in Ordnung. Immerhin, es ist eine Chance, ein Hoffnungsschimmer. Im zerstörten, gespenstischen und von Sand bedeckten Las Vegas gerät die Gruppe auf der Suche nach Sprit allerdings in einen heftigen Kampf mit Zombies, bei dem es abermals mehrere Tote gibt. Als dann auch noch Umbrella inklusive des leitenden Wissenschaftlers Dr. Isaac auftaucht, ist das Chaos perfekt. Dr. Isaac will die originale Alice zurück, denn die Kraft der Klone allein reicht nicht aus für Umbrella’s Zwecke. Jeglicher Manipulationsversuch am „Programm Alice“ seitens Umbrella schlägt jedoch fehl und so kann Alice neben den Infizierten auch mehrere Wissenschaftler und Soldaten töten. Im wilden Kampfgetümmel gelingt Dr. Isaac die Flucht, aber nicht ohne vorher von einem Zombie gebissen zu werden. Zurück bei Umbrella spritzt er sich das Anti-Virus in unverhältnismäßiger Menge, was zu einer schrecklichen Mutation führt…
Alice spürt den Umbrella-Außenposten tief unter der Erde auf. Dort findet der Showdown gegen den mutierten und schier übermächtigen Dr. Isaac statt, den Alice mit Hilfe eines Klons gewinnen kann. Sie schaltet sich direkt in den Konferenzraum von Umbrella um ihren Besuch anzukündigen: „Ich bringe ein paar Freundinnen mit…“ sagt sie, während ihr Blick auf Hunderte Alice-Klone fällt…
Ja, auch Teil 3 von Resident Evil hat wieder ein offenes Ende. Da kommt also noch was auf uns zu. Gerne doch, wenn sich die Filmreihe weiterhin von Teil zu Teil so steigert (qualitativ zumindest, storytechnisch war Apocalypse eher bescheiden). Da fällt es auch nicht ins Gewicht, wenn Alice’ Synchronisationsstimme immer noch unpassend und demotiviert klingt, zumal sie sowieso nicht allzu viel redet. Man merkt deutlich das steigende Budget, wenn man den Film mit den Vorgängern vergleicht. Tricktechnisch ist nichts auszusetzen und auch die reichlich vorhandenen Schockmomente sitzen und sind gut platziert, auch wenn man in der zweiten Hälfte des Films ein Gefühl für jene Momente bekommt und man diese relativ gut abschätzen kann. Die Kampfszenen, von denen es natürlich mehr als genug zu sehen gibt, sind durchgestylt und mit blutigen Details gespickt. Es macht einfach Spaß, die verschiedenen Schusswaffen und Messer unterschiedlich angewendet zu sehen
Fazit: Guter Kinofilm mit Schockmomenten und einer ausbalancierten Menge an Blut. Die Effekte oder die Story wirken zu keiner Zeit billig. Wer die Vorgänger und natürlich die Spiele mochte, wird von Resident Evil: Extinction begeistert sein.
Na dann, warten wir mal auf Teil 4…
Rock on! Anarchox
Anarchox am 04. Oktober 2007 in Cinematisches
