Monatsarchiv für November 2007

Demokratendiktatur

Im Namen des Volkes.

Am gestrigen Abend, dem 9. November 2007 flimmerte eine historische Nachrichtenmeldung über die Bildschirme der Republik. Wie immer sahen Millionen Bundesbürger zu. Sie sahen, aber verstanden nicht. Sie verstanden nicht, dass sie an diesem Tag zum gläsernen Menschen wurden und ein großes Stück ihrer Freiheit aufgegeben haben. Denn sie haben ja nichts zu verbergen. Wieso auch, man steht morgens auf, geht arbeiten, am Abend vielleicht ein paar Besorgungen machen, am Wochenende mal mit Freunden weg. Nein, sicher hat man da nichts, was der Staat nicht ruhig wissen könnte.

Oder? (Nette Flashanimation, unbedingt ansehen!)

Schließlich dient alles nur unserer eigenen Sicherheit. Die Vorratsdatenspeicherung ist beschlossen. Ich gehe einfach mal davon aus, dass Bundespräsident Köhler den Wisch auch noch unterzeichnet. Und die ach so fortschrittliche und zivilisierte EU wird auch nichts dagegen haben.

An diesem Tag hat sich das Deutsche Volk in Sachen Dummheit endgültig auf die Stufe mit den Amis begeben. Ich habe allerdings noch die Hoffnung, dass zwischen verlogener „Terrorangst“, blindem Konsumwahn und fanatischer Religion noch einige selbstdenkende Individuen existieren, die sehr wohl etwas zu verbergen haben. Die etwas tun wollen. Für jene Freigeister, die mit offenen Augen durch diese konstruierte und fadenscheinige Welt gehen, bleibt leider nicht mehr viel. Ein Anfang sind die immer noch regelmäßig stattfindenden Demonstrationen gegen die Vorratsdatenspeicherung. Wer direkt jetzt aktiv werden möchte, kann sich der Sammel-Verfassungsbeschwerde anschließen. Auf der Seite sind sehr viele Informationen über die Datenspeicherung selbst und auch über die Möglichkeiten, aktiv etwas dagegen zu tun. Wobei, berichtet wurde in der Vergangenheit genug.

Vielleicht wird das Bundesverfassungsgericht den Wahnsinn noch stoppen können… wenn es das überhaupt will.

Die Gedanken sind frei…

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Anarchox am 11. November 2007 in IT-Krempel, Politisches

Technische Wunder

Man kann mir natürlich Lernunfähigkeit vorwerfen, aber ich habe Anfang diese Woche aus Gewohnheit mal wieder einen DSL-Check gemacht. Oha. DSL6000 (Mit bis zu 3072kbit möglich). Das ist neu! Ein paar Wochen zuvor stand dort wie üblich DSL2000, Rückfall 1500. Trotz des Dramas meiner Banbreitenkastrierung habe ich es darauf ankommen lassen. Die Hotline direkt angerufen, DSL-Check Ergebnis verifizieren lassen. „Ja, das ist möglich. Können wir Ihnen schalten am… *wühl* .. Donnerstag, den 8. November. 100% und definitiv!“

Soso. An diesem Punkt angekommen, durfte der Hotliner sich erst einmal meine Leidensgeschichte vom letzten Mal anhören. „Ja, ich sehe hier auch ein DSL mit 384kbit drin, warum auch immer. Das war aber ein komplett anderer Fall, das hat hiermit nichts mehr zu tun.“ Ich lies ihn gewähren. Zwei Tage später, am Mittwoch, lag auch die schriftliche Auftragsbestätigung vor. Das ganze habe ich mir auch online angesehen. Da stand dann aber tatsächlich wieder: „Kündigung: DSL 384kbit“ …..WAAAAAH! Ich will diese Zahl hier nicht mehr sehen. Die gute, alte KONTES-Orka-Datenbank mag mich anscheinend immer noch nicht. Um eine mittelschwere Katastrophe abzuwenden, habe ich dann doch noch einmal die Technikhotline kontaktiert.
Die Geschichte zum 43983. Mal runter geleiert. „Oh, sowas sollte aber nicht passieren!?“ Der Ansicht bin ich auch, aber naja.. Nachdem er meine Daten abgerufen hatte, meinte er nur, dass er nix von einem DSL384 sieht. Das mit dem DSL3000 klappt aber auch nicht, da die Leitung explizit auf 1500 ausgebaut wurde. Es wäre auch EXTRA für mich mal etwas geschraubt worden, denn in dem Ort ginge DSL normalerweise nicht mal 1,5k. Da fühlt man sich doch beinahe Prominent ^^ Nun gut, Ergebnis dieses Gesprächs: Er legt seine Hand ins Feuer, dass DSL nicht langsamer wird, aber sehr wahrscheinlich auch nicht schneller. Somit existiert diese Änderung nur auf dem Papier. Preis bleibt gleich, Leistung bleibt gleich, aber statt DSL2000 werde ich unter DSL3000 geführt. Aber ich solle doch abwarten. Nun gut.

Der Donnerstag kam. Und ging auch schon fast wieder, als sich abends um 20:20 Uhr das DSL-Modem neu synchronisieren wollte. Ok, es geht los. Nach fast 30 Minuten wildem Geblinke habe ich die Kiste einmal ausgeschaltet. Nach dem Neustart des Modems hielt die Synchronisation dann. Der Moment der Wahrheit. Die Webseite des Speedtests hatte ich vorher schon offen, sonst würde ich doch nur wieder vom Seitenaufbau irritiert ;)

Das Ergebnis:


Download-Geschwindigkeit:

2.855 kbit/s
(357 kByte/s)

Das Ergebnis entspricht folgendem Anschlusstyp: DSL 3.000

=D

Kein Kommentar. War vor ein paar Wochen noch alles über 384kbit „technisch unmöglich“, so übertrifft sich die Telekom ja schon fast selbst! Aber ich könnte wetten, dass der inoffizielle Technikereinsatz des Bekannten, der mir das letzte Mal schon die 1,5Mbit wieder hergestellt hat, etwas damit zu tun hat. Mir ist’s Recht.

Weitere technische Wunder bitte!

Rock on! Anarchox

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Anarchox am 10. November 2007 in Aufreger, Real-Life