Bewegungsprofil
Mein London-Trip liegt nun schon einige Wochen zurück. Da gäbe es natürlich einiges zu erzählen, aber ich will mich mal auf ein Thema konzentrieren, dass zu diesem Blog passt.
Da ich vom Land komme und es hier nichtmal eine anständige Busverbindung gibt, ist mir der öffentliche Verkehr relativ fremd und eigentlich auch ein Graus. In London musste ich natürlich mit dem “Underground” vorlieb nehmen, woran ich mich auch recht schnell gewöhnt habe. Alles ganz easy. Da kam ich dann nicht an der “oyster”-Card vorbei. Eine Plastikkarte in typischem Kartenformat. Diese sind an Automaten mit einem Guthaben aufladbar und anstatt einem normalen Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel in London verwendbar, in dem man diese beim Ein- und Ausgang der “Tube”, wie die Londoner U-Bahn auch genannt wird, über eine spezielle Fläche zieht.
Da wir eine IT-Klasse sind, war die Technik dahinter natürlich ein Thema. Recht schnell wurde über einer Halogenlampe der RFID-Chip samt Antenne innerhalb der Karte sichtbar. Auch konnte man jederzeit seine gefahrenen Strecken an den Automaten abrufen….und hey…wenn wir das können….dann können das die Behörden von England auch… wie dieser Golem Artikel bestätigt!
Nach der Rückkehr erst einmal recherchiert. Der englische Wikipedia-Eintrag über die “oyster”-Card war hier sehr hilfreich.
Da wir nur ein paar Tage in London waren, mussten wir die Karte nicht auf uns registrieren lassen. Somit sind wir, trotz der einzigartigen Nummerierung der Karten, mehr oder weniger anonym gefahren und hätten die Karten auch tauschen oder weitergeben können. Ansonsten ist festzustellen: Mittels der Karte ist ein wesentlich einfacherer Transport in London möglich, allerdings zu einem hohen Preis: Ein vollständiges Bewegungsprofil innerhalb Londons mit genauen Zeiten und Stationen!
Also, wenn ihr mal nach London kommt, oder in eine Stadt zieht, die so eine Technik benutzt: Passt auf den Teufel “RFID” auf!
Anarchox am 23. Juli 2009 in IT-Krempel
