Monatsarchiv für Juni 2011

…for the lulz!

Aktuell geht es hoch her, in den Weiten des Internets. Nicht erst seit gestern marodiert die Gruppierung  “Anonymous” durchs Netz und legt Behörden und Firmenwebsites lahm. Hohe Wellen schlug das Verhalten erstmals bei der “Rache” an den Wikileaks-Gegnern, in dem die Serverstrukturen per DDoS-Attacke lahmgelegt wurden.

Seit kurzem jedoch macht eine “neue” Gruppierung namens “LulzSec” von sich reden. Auch hier werden offizielle Ziele angegriffen und lahmgelegt. Im Gegensatz zu Anonymous, die sich (auch in Anlehnung an den Film “V wie Vendetta“) als “Stimme des kleinen Mannes” bzw der “Digital Natives” präsentieren, wieß LulzSec in den letzten Wochen eher chaotisches Verhalten an den Tag und griff sogar Loginserver von beliebten Onlinespielen an. Darüber hinaus wurden auch Mailadressen und Accounts von mehr als 60.000 Usern gestohlen. Hier ist das Maß jedoch ganz klar voll, da auch der normale User mit einbezogen wurde. Ich persönlich vergleiche LulzSec gerne mit dem Joker aus Batman. Genial, aber wahnsinnig. Dazu passt, dass die Aktivisten extra einen Anrufbeantworter geschaltet hat, auf dem die neusten “Hackwünsche” hinterlegt werden konnten. Damit wir uns richtig verstehen: Diese Leute sind alle keine “Hacker” im Sinne der Hackerethik. Es sind und bleiben Cracker, im Kern wahrscheinlich sogar nur irgendwelche Kiddies. Ich habe keine Probleme damit, wenn Banken oder Weltkonzerne für unrühmliches Verhalten “diszipliniert” werden. Sobald jedoch Kundendaten gestohlen, benutzt oder noch schlimmer, veröffentlicht werden, ist jedoch die Grenze zu den “lulz” definitiv überschritten.

Nach anfänglichem Kleinkrieg haben beide Gruppierungen bekannt gegeben, ab jetzt unter dem Banner “AntiSec” gemeinschaftliche Aktionen zu verüben (Twitter von LulzSec und Anonymous).

Die Agenda ist klar gesteckt:

Top priority is to steal and leak any classified government information, including email spools and documentation. Prime targets are banks and other high-ranking establishments. If they try to censor our progress, we will obliterate the censor with cannonfire anointed with lizard blood.

Ich bin gespannt, wie das Thema sich weiter entwickelt. Hier kann ich beide Seiten verstehen: Einerseits die Sympatisanten, aber auch die Kritiker. Denn die Medaille hat in der Tat, wie so oft, zwei Seiten.

Einerseits ist es natürlich toll, dass “denen” gezeigt wird, wo der Hammer hängt. Ihr wollt uns zensieren? Ihr wollt uns in “unserer” Welt sagen, was wir zu tun oder zu lassen haben? Wir lassen uns das nicht gefallen und holen uns unsere Rechte zurück! Klar das klingt toll, das ist auch toll. Der Anonymous-Leitspruch “We are anonymous – We are Legion” stimmt einfach und passt wie die Faust aufs Auge. Generell ist diese “Freiheitsbewegung” aktuell zu erkennen. Sei es im Länderdomino, dass mit Ägypten begann, oder eben mit diversen Wikileaks-Veröffentlichungen und allgemeinen Aktionen.

Man muss sich jedoch auch kritisch die Frage stellen: Wem nutzt es? Die GEMA-Webseite ist stundenlang nicht erreichbar. Na und? Durch eine reine DDoS-Attacke kann man hier nicht viel reißen, zumal dann auch die Rufe in der Politik lauter werden, doch endlich etwas für mehr Sicherheit zu tun. Und Sicherheit heißt in Berlin direkt mehr Überwachung. Und eben nicht nur dort.

Dieser ganze Krieg läuft vollkommen hinter den Kulissen ab, das heißt, der normale Surfer, der sich nicht für die Hintergründe interessiert, bekommt gar nicht mit, dass hier auch seine Interessen eine Rolle spielen. Meiner Meinung nach ein extrem spannendes Thema, wie aus einen Cyberthriller. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

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Anarchox am 21. Juni 2011 in IT-Krempel, Politisches

DNF: Mein Fazit

Mittlerweile konnte ich Duke Nukem Forever durchspielen und bin begeistert. Sicher, nicht alles ist an dem Titel perfekt, aber ich habe eigentlich genau das bekommen, was ich erwartet habe. Andere Leute und besonders die Redakteure der Fachpresse sehen das teilweise komplett anders. Ich habe mir mehrere Tests und Meinungen durchgelesen. Lustigerweise finden viele jüngere Spieler das Game schlecht, währen die “alten Hasen” es in fast allen Punkten loben.

Eben diese alten Hasen bekommen fast alles, auf dass sie damals bei der Ankündigung des Spiels gewartet haben. Die coolen Sprüche, ein recht “oldschool”-mäßiges Gameplay mit modernen Elementen verfeinert. Oder wann stand man das letzte Mal in einem Shooter vor einer verschlossenen Tür und mußte erst in einem anderen Gebiet einen Schlüssel besorgen?

Prinzipiell ist das Spiel vom Gameplay her Ende des letzten Jahrtausends stehen geblieben, grafisch 2006 oder 2007. Gearbox hat eben diesen Stand zu einem fertigen Spiel zusammengebaut. Das mag auf den ersten Blick schlecht erscheinen, deckt sich jedoch mit der Entwicklungsgeschichte von Duke Nukem Forever. So wurde kurz nach Entwicklungsbeginn “Half-Life” veröffentlicht und bot neben der üblichen Ballerei viele knifflige Rätseleinlagen und Interaktion mit anderen Spielfiguren. Und eben genau das in die Entwicklung mit eingeflossen und der Half-Life Einfluss ist mehr als deutlich spürbar. Und kein Shooterfan würde HL als schlechtes Spiel darstellen wollen. Natürlich, im Jahre 2011 gab es das schon gefühlte tausendmal. Aber eben nicht mit dem Duke, dem Held einer ganzen Spielergeneration. Also, wenn euch das Gameplay zu altbacken ist oder ihr die Grafik so furchtbar findet, geht einen “modernen” Shooter spielen.

Zumal das Spiel hier recht “gnadenlos” ist. Wo man in andern Spielen an die Hand genommen und es einem leicht gemacht wird, steht man hier mit seinen Waffen einfach nur einem riesigen Gegner gegenüber. Du und deine Waffe gegen einen haushohen Alienboss. Nur der bessere Gewinnt. Purer Kampf.

Auch Kritik habe ich zu vermelden. Eben genau die “modernen” Elemente sind es, die bei diesem Spiel stören. Natürlich ist eine “Ego-Leiste” lustig. Schließlich ist bei Duke Nukem nichts größer als sein Ego. Wenn solch ein Held von Alienknarren getroffen wird, sinkt sein Ego (=Health) gewaltig und kann nur durch kurzes ausharren hinter einem Felsen wieder aufgefüllt werden. Jedoch hätte ich hier definitiv lieber eine Anzeige mit Gesundheitspunkten und die dazugehörigen Medipacks zum aufsammeln gesehen. Viel schlimmer ist hingegen die Design-Entscheidung, den Duke nur noch zwei Waffen tragen zu lassen. Findet man eine neue Bleispritze, muss man sich entscheiden. Hallo? Das ist der Duke! Wenn es sein muss, kann er 100 Waffen tragen! Zumal ich hier immer in die Situation gerate: “Oh, ein Raketenwerfer. Möchten die Entwickler jetzt, dass ich den aufnehme, weil um die Ecke ein Riesenvieh auf mich wartet?” Wie so oft habe ich mich falsch entschieden ;)

Man kann sagen, dass Gearbox das Spiel realisiert hat, dass 3D Realms für die Fans machen wollte. Und genau diese sind zufrieden. Wäre der Titel um die Jahrtausendwende erschienen, hätte der King seinen verdienten Thron bestiegen. So bleibt es leider nur ein “Liebhabertitel”, der jedoch verdammt viel Spaß macht.

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Anarchox am 13. Juni 2011 in Gaming

Alestorm – Back through Time

Die schottischen Piraten sind wieder los! Mit dem nunmehr dritten Album schicken sich Alestorm an, das Erbe von Running Wild weiter zu verbreiten und dabei machen sie eine verdammt gute Figur!

Das Album beginnt mit einem soliden Titeltrack, der mich als Fan der nordischen Mythologie in einen Interessenkonflikt stürzt, aber die musikalische Schlacht Piraten gegen Wikinger könnte unterhaltsamer nicht sein. Das im Vorfeld schon bekannte “Shipwrecked” bleibt direkt hängen und bietet typische Alestorm-Kost. “The Sunk’n Norwegian” verführt einen direkt, das Horn zu stemmen und läd zum mitsingen ein. Etwas ruhiger geht es später mit “Scraping the Barrel” weiter. Der autobiografische Text mit eindeutigem Kommentar zu Running Wild und den ewigen Nörglern läd zum schunkeln ein und ich habe mich mehrfach erwischt, die Melodie vor mich hingepfiffen zu haben. “Rum” ist die obligatorische Mitgröhlnummer um den Piratentrunk überhaupt und darf natürlich nicht fehlen. Generell klingen die Lieder sehr positiv und bringen eine richtig gute Laune rüber, deren Funke besonders bei Livekonzerten überspringen wird. Etwas komplexer, aber melodisch bleibt es bei “Swashbuckled”, auch ein Titel, der lange im Gehörgang bleibt. “Barrett’s Privateers” lebt von seinen Chören und dem wechselhaften Sound, der relativ ungewöhnlich ist, sich aber klasse anhört. Das auf der normalen Version der CD enthaltene Stück “Death Throes of the Terrorsquid” tönt stellenweise wie Dimmu Borgir, passt jedoch wie die Faust aufs Auge.

Gekrönt wird die Limited Edition mit “I am a Cider Trinker”, einer wunderbar versoffenen Coverversion von “La Paloma Blanka”. Als Abschluss liefern die vier Freibeuter das besonders im Internet als Mem bekannt gewordene “You are a Pirate!” Danke dafür, das hat mir mehr als einmal den Tag gerettet :D

Fazit: “Back through Time” ist nach dem sehr guten, aber gerade gegen Ende etwas eintönig gewordenen Vorgängeralbum ein wahres Meisterstück geworden. Hier gibt es nicht einen einzigen Lückenfüller (nein, gemessen an seiner Länge ist auch “Rumpelkombo” ein geiles Lied ^^) und jedes Stück bohrt sich einem unweigerlich in die Hirnwindungen. Das Album läuft bei mir nur auf Dauerrotation und wird es wohl noch eine Weile bleiben. Unbedingt reinhören!

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Anarchox am 09. Juni 2011 in Musikalisches

Tapetenwechsel

So, wie man sieht hat sich hier einiges getan. Ein kompletter Umzug auf WordPress inklusive neuem Design. Ich hoffe mal, es gefällt, Kritik wird natürlich gerne angenommen. Manche Bereiche sind noch nicht fertig und es wird noch an Details gefeilt (gerade im Kommentarbereich), also bitte noch ein wenig Geduld mit mir. Auch sind die aus Blogger importierten Posts nicht unbedingt perfekt, gerade was Schrift und Zeilenabstand angeht, aber immerhin. In Zukunft gibt’s dann hier auch Einträge mit Bildern, was ich bei Blogger – absichtlich – vermieden habe ;)

An dieser Stelle mal Danke an Celina für die Motivation und cOenesthesia für’s CSS durchwühlen, da ich zu unfähig bin.

 

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Anarchox am 02. Juni 2011 in Interna