Am letzten Montag war es mal wieder so weit. Die Synchronisationslampe am Router blinkte nur noch. Keine Verbindung. Das übliche Prozedere:
Routerneustart. Nichts.
Sämtliche Hardware von Splitter über Kabel bis hin zum Router tauschen. Nichts.
Dann mein Lieblingsteil: Telekom anrufen. Irgendwie immer gleich. Ich weiss, dass ich “Störung” sagen muss, dass er dann meine Telefonnummer haben will und dass ich diese nochmal bestätigen soll. Anschließend das Verneinen bei der Frage, ob das Gespräch mitgeschnitten werden darf. Kenne ich auswendig. Dann wird mit dem Kundenberater das komplette Programm heruntergespult. Ja, ich habe alles getauscht. Nein, es liegt nicht an der Hardware. Ja, es muss jemand gucken kommen. Nach vier Tagen kam dann auch mal jemand. Überraschenderweise sogar eine Stunde früher als angekündigt. Normal muss man ja auf den besprochenen Zeitraum mindestens zwei Stunden draufschlagen, wenn überhaupt jemand erscheint. “Ich habe Sie auf einen anderen Port geklemmt. Ihre DSL-Geschwindigkeit ist viel zu schnell für die Leitung.” Ist klar. 8 Jahre lang geht es, aber jetzt ist die Leitung zu schwach. “Ja, das sind äußere Einflüsse, wenn da jetzt jemand anderes plötzlich Internet hat, dann kann es sein, dass Ihre Leitung…” Ich unterbrach ihn. Ja, dann kann es sein, dass eben dieser Typ wieder abgeklemmt wird. Sorry, aber wer zuerst kommt… Ich sehe nicht ein, dass ich meine Leitung einbüßen muss, wegen irgend einem dahergelaufenen DAU, der Abends Kocherezepte googlen will. Da darf man mich dann ruhig intolerant nennen
Die Verbindung blieb 24 Stunden bestehen. Wenn man von den 3 Abbrüchen absieht. Freitag mittag, pünktlich zum Feierabend war die Leitung wieder komplett weg. Immerhin, eine Freundin schickte eine volle externe Platte mit Beschäftigung los, die passenderweise genau an diesem Tag ankam. Dennoch, ein erneuter Anruf beim rosa Riesen (jaja, “Magenta” heißt das…). Wieder die komplette Story erzählt. “Ja, das kann nicht gehen, Sie haben die Rechnung nicht bezahlt, daher ist da seit Montag eine Sperre drauf.” Oh, mal ganz was neues. 1. Schwachsinn, weil definitiv bezahlt, 2. Schwachsinn, weil es ja zwischendurch ging. “Kann nicht sein, dass das ging, Sie müssen sich irren!” Ja, weil ich auch total doof bin und vor 20 Minuten noch E-Mails und Tweets bekommen habe. Als er merkte, das zieht nicht, kam: “Dann verbinde ich Sie mal zur Endgeräte-Hotline, dann ist bestimmt die Hardware defekt.” Ja, weil es wie gesagt zwischendurch ging, und ich – wie schon 39847x erklärt, die komplette Hardware getauscht habe. Nach dem hin und her ging das ganze wieder an die Technik, deren Anruf ich seit Samstag Mittag erwarte…
Ich will wieder Internet =(
***UPDATE*** 22.07.2011:
Der Anruf kam. Montag, 9:15 Uhr. Ich konnte jedoch nicht ans Telefon gehen, da ich, im Gegensatz zur Telekom, meine Arbeit machen muss. Und natürlich wird man nicht ein zweites Mal zurückgerufen. Abends dann die Schnanuze voll. Ich hätte gern einen Vorgesetzten gesprochen! “Bitte erst Kundennummer!” Nö, mag ich nicht. Nicht schon wieder. “Brauchen wir aber wegen Datenschutz und so…” Bei den andern Mitarbeitern ging das doch auch? “Ja, die halten sich anscheinend nicht an Arbeitsanweisungen”. Muss ich dazu noch was sagen? Ich wurde jedenfalls durchgestellt. Direkt eine andere Gesprächsatmosphäre. Kein Lärm, kein Warten, keine Ausflüchte. Wo vorher ein Techniker “vielleicht Freitag, irgendwann…” kommen sollte, kam er nun am nächsten Tag um 18:30 Uhr. Perfekt.
Er kam nicht. Jedenfalls nicht um 18:30. Es lag Abends ein Zettel im Briefkasten: “15:15, leider haben wir niemanden angetroffen!” ACH NE?! Wieder anrufen. Ich kam wohl direkt bei der Technikdisposition in Kaiserslautern raus. Auf meine Beschwerde hin, wieso der Termin nicht gehalten wurde bekam ich folgende Antwort:
Es ist Urlaubszeit. Da können Sie nicht erwarten, dass Termine eingehalten werden!
Wie bitte?!?! Der Hammer. Würde ich so eine Aussage – gerade gegenüber eines aufgebrachten Kunden – tätigen, die Abmahnung wäre mir sicher. Absolut genial. Nun gut, neuer Termin für den Folgetag, 18:00 Uhr. Und tatsächlich, ein Telekom-Auto in der Hofeinfahrt und ein Techniker auf dem Wohnzimmerboden. Der technische Hintergrund ist simpel. Wie oben bereits erwähnt, ist die Leitung durch äußere Einflüsse gestört, deren Urheber jedoch nicht ausgemacht werden kann. Ergebnis: Die Leitung wird soweit heruntergeschaltet, bis sie synchron ist. Dies war bei DSL 1000 der Fall. So ein Einschnitt tut weh, wenn man sich sowieso in den niederen “Geschwindigkeits”bereichen bewegt. Das muss ich wohl so hinnehmen, ich will eh spätestens in 3 Monaten umziehen…
Ob es dann, mit mehr Auswahl, ein anderer Provider wird? Ich weiß es nicht… ich glaube immer noch, mit den anderen hat man noch viel mehr Spaß…