Monatsarchiv für August 2011

Bewegte Musik

Weil es so schön ist, einfach mal ein paar Metal-Musikvideos. Reihenfolge wild durcheinander.

Beginnen wir doch mal direkt mit was Charttauglichem, damit der Einstieg leicht fällt. Nightwish mit “Amaranth” Gefallene Engel passen immer.

Direkt im Anschluss wird es lustiger, denn Tobi und seine Mannen von Edguy gehen auf Hasenjagd, in “Superheroes”:

Mein Ohrwurm von vor einigen Tagen darf hier auch nicht fehlen. Powerwolf und “We drink your blood”. Das Video mag klischeehaft sein, ich mag es halt :D

Die fette Dröhnung liefern Amon Amarth mit “Twilight of the thunder god”. Cool, weil Wikinger und Schwerter und so.

In eine ähnliche Kerbe schlagen Ensiferum bei “From afar”. Nur hier gibts Wikinger-Zombies:

Nochmal zurück zu Tobi, beziehungsweise seinem riesigen, epischen Sideproject Avantasia. Klaus Meine von den Scorpions unterstützt hier bei “Dying for an angel”:

Als letztes: Sieht alt und billig aus, aber das waren halt mal die 80er. Michael Kiske bei Helloween in Bestform, mit dem wohl größten Hit der Band. “I want out”.

Frohes Bangen noch.

Keine Kommentare »

Anarchox am 16. August 2011 in Musikalisches

VVVVVV

Nein, ich bin beim Titel nicht auf der Tastatur eingeschlafen. Das Spiel um das es hier geht, heißt tatsächlich so. Es bezeichnet die Dimension, in der ein Captain und seine Crew gestrandet sind und jetzt irgendwie wieder herausmüssen. Hierzu müssen die verschollenen Crewmitglieder allerdings eingesammelt werden. Klingt nicht wirklich aufregend – ist es auch nicht. Muss es aber auch nicht sein. Das Kernstück des Spiels ist das Gameplay, dass an alte Tugenden anknüpft und einfach nur verdammt schwer ist. Unsere Figur kann nicht springen, sondern durch eine Actiontaste, namensgebend die Taste V (oder eine Auswahl anderer Tasten), die Schwerkaft umdrehen und somit an der Decke landen und entlanglaufen, bis die Taste wieder gedrückt wird. Grafisch wird das ganze absolut minimalistisch präsentiert. Was will man auch von einem Spiel erwarten, dessen Ladescreen aussieht wie der eines alt ehrwürdigen C64? Das ganze Spiel ist ein Kniefall an die gute, alte Zeit. Ebenso ertönt wunderbarste Chiptune Musik dabei aus den Boxen (die man hier auch kaufen kann). Zugegeben, man muss sowas natürlich mögen, dann entwickelt das Spiel seinen ganz eigenen Charm. Die Geschichte wird nur durch kleine Texteinblendungen bei den Crewmitgliedern erzählt und trotz allem freut man sich wie ein kleines Kind, wenn alle verschiedenfarbigen Kollegen das Wort “Captain!!!” in ebenso bunter Farbe präsentiert über ihren Köpfen schweben haben.

Nicht nur grafisch orientiert sich das Spiel an längst vergessenen Tagen, auch der bereits erwähnte Schwierigkeitsgrad lässt einen manchmal gerne in die Tastatur beißen. Eben so wie früher. Heute wird man von einer Scriptsequenz zur nächsten Geschickt, erlebt mehr einen interaktiven Film als eine Herausforderung. Es war damals Alltag eines Spielers. Bestimmte Stellen immer und immer wieder, bis man es geschafft hat. Aber man war nicht frustriert. Man hat es versucht und irgendwann geschafft. Und man war stolz auf sich! Ich merke es heute doch selbst, wie verwöhnt man ist. Ist man irgendwo gescheitert und womöglich ist der letzte Checkpoint weiter weg, gebe ich oftmals auch nach wenigen Versuchen auf. Hätte es früher nicht gegeben. Und genau diesen Geist weckt auch VVVVVV in einem wieder zum Leben! “Ähnlich wie in “Super Meat Boy” kommt dieses “Nur noch diesen Bildschirm! Einmal versuch ich’s noch!”- Gefühl hoch. Wenn die Spielfigur zum 346. Mal (nicht übertrieben!) an einer dämlichen Stachelwand hängt und das Pixelgesicht verzieht, will man trotzdem weitermachen. Das Spiel bietet hierzu eine unendliche Anzahl an Leben, die Tode werden jedoch für die Statistik mitgeschrieben. An den kniffligsten Stellen stirbt man im Sekundentakt. Wer es noch härter will, macht sich auf die Suche nach den “Shiny Trinkets” die im Spiel versteckt sind. Glänzende (nunja, grau verpixelte) Scheiben, die man einsammeln kann um zusätzliche Musikstücke freizuschalten. Diese sind besonders fies durch Stacheln und Gegner bewacht, aber wenn man ein Trinket ergattern kann, ist man umso glücklicher. Einfach nur, weil man es geschafft hat. Das ganze frustriert aber zu keiner Zeit. Wenn man einen Fehler macht, ist man selbst schuld und muss es das nächste mal einfach besser machen. An manchen Stellen muss man über mehrere Bildschirme laufende Hüpfpassagen milimetergenau ausführen. Was zuerst unmöglich aussieht, wird von einem Versuch zum nächsten einfacher, wenn man lernfähig ist.

Die Uraltgrafik (genial ^^) zusammen mit ohrwurmträchtiger Chiptune-Musik, gepaart mit einem Gameplay, dass es heute so nicht mehr gibt, aber dennoch extrem motivierend ist, lässt einen eine wunderbare und fordernde Zeitreise antreten. Besorgt euch die Demo (z.B. bei Steam) unbedingt =) Zum guten Schluss hier noch ein Gameplayvideo. Man beachte auch den Soundtrack:

2 Kommentare »

Anarchox am 15. August 2011 in Gaming

Lecker, geistige Sauce

Liebe Netzgemeinde, bereit für den nächsten Shitstorm? =)

Unser allseits beliebter und demokratischer Innenminister Hans-Peter Friedrich setzt sich in einem Spiegel Interview für die Abschaffung der Anonymität im Internet ein. Damit zieht er gleich mit der Schwester von Facebook-Gründer Zuckerberg, die die gleiche Forderung bereits im Laufe der letzten Woche äußerte. Die beiden wären doch ein hübsches Pärchen, oder? Lobby und Politik Hand in Hand, wie man es kennt.

Neben der generellen Abschaffung der Anonymität fordert der Innenminister zugleich die Abschaffung der Meinungsfreiheit (wobei wir, eben MEINE MEINUNG NACH, sowieso keine haben) und darüber hinaus wagt er sich zu urteilen, was “undifferenziert” und “radikal” ist. In welcher “geistigen Sauce” ich schwimmen möchte, kann ich – besonders dank dem Internet – noch selbst entscheiden. Ich halte die aktuelle Regierung für wesentlich gefährlicher für das eigene Leib und Leben und die komplette Demokratie als irgendwelche Blogger jemals sein könnten. Hier sollte Herr Friedrich sich einmal die Frage stellen, wieso irgendwelche Blogs, seien sie radikal oder auch nicht, überhaupt geistigen Nährboden finden. Ja, die Grundsätze der Rechtsordnung müssen auch im Netz gelten. Aber das tun sie seit weit über 20 Jahren, ohne dass sich irgendwelche komischen Rentner von außerhalb einmischen müssten. Zumal wir in Deutschland dank der hirnrissigen Impressumspflicht bei jedem noch so kleinen Bumsblog sofort den Domaininhaber wissen (zumindest wenn dieser brav und korrekt eine .de-Domain selbst bei der Denic registriert).

Und wieso wird hier überhaupt die gesamte Blogosphäre über einen Kamm geschoren und angegriffen? Weil in einem anderen Land ein geistig verwirrter Mann durchdreht? Direkt sind alle Blogger gefährlich und müssen sofort identifiziert werden. Der Terrorismus ist schließlich überall. Das sich der Innenminister überhaupt noch aus dem Haus traut? Schließlich fliegt täglich an jeder Straßenecke ein Häuserblock in die Luft. Im übrigen, sollte man nicht auch die Religionsfreiheit abschaffen? Ich könnte ja eine radikale Wahl treffen. Darüber hinaus könnte man diese für jeden ersichtlich anbringen, damit man direkt erkennt, wessen Geistes Kind der Gegenüber ist.

Aber besser, ich beende diesen Blogeintrag jetzt, bevor sich noch Leser in meiner geistigen Sauce verirren, zusehends vereinsamen und radikalisiert werden.

2 Kommentare »

Anarchox am 07. August 2011 in Aufreger, IT-Krempel, Politisches