Alle Einträge zum Thema ‘Musikalisches‘

Bewegte Musik

Weil es so schön ist, einfach mal ein paar Metal-Musikvideos. Reihenfolge wild durcheinander.

Beginnen wir doch mal direkt mit was Charttauglichem, damit der Einstieg leicht fällt. Nightwish mit “Amaranth” Gefallene Engel passen immer.

Direkt im Anschluss wird es lustiger, denn Tobi und seine Mannen von Edguy gehen auf Hasenjagd, in “Superheroes”:

Mein Ohrwurm von vor einigen Tagen darf hier auch nicht fehlen. Powerwolf und “We drink your blood”. Das Video mag klischeehaft sein, ich mag es halt :D

Die fette Dröhnung liefern Amon Amarth mit “Twilight of the thunder god”. Cool, weil Wikinger und Schwerter und so.

In eine ähnliche Kerbe schlagen Ensiferum bei “From afar”. Nur hier gibts Wikinger-Zombies:

Nochmal zurück zu Tobi, beziehungsweise seinem riesigen, epischen Sideproject Avantasia. Klaus Meine von den Scorpions unterstützt hier bei “Dying for an angel”:

Als letztes: Sieht alt und billig aus, aber das waren halt mal die 80er. Michael Kiske bei Helloween in Bestform, mit dem wohl größten Hit der Band. “I want out”.

Frohes Bangen noch.

Keine Kommentare »

Anarchox am 16. August 2011 in Musikalisches

Alestorm – Back through Time

Die schottischen Piraten sind wieder los! Mit dem nunmehr dritten Album schicken sich Alestorm an, das Erbe von Running Wild weiter zu verbreiten und dabei machen sie eine verdammt gute Figur!

Das Album beginnt mit einem soliden Titeltrack, der mich als Fan der nordischen Mythologie in einen Interessenkonflikt stürzt, aber die musikalische Schlacht Piraten gegen Wikinger könnte unterhaltsamer nicht sein. Das im Vorfeld schon bekannte “Shipwrecked” bleibt direkt hängen und bietet typische Alestorm-Kost. “The Sunk’n Norwegian” verführt einen direkt, das Horn zu stemmen und läd zum mitsingen ein. Etwas ruhiger geht es später mit “Scraping the Barrel” weiter. Der autobiografische Text mit eindeutigem Kommentar zu Running Wild und den ewigen Nörglern läd zum schunkeln ein und ich habe mich mehrfach erwischt, die Melodie vor mich hingepfiffen zu haben. “Rum” ist die obligatorische Mitgröhlnummer um den Piratentrunk überhaupt und darf natürlich nicht fehlen. Generell klingen die Lieder sehr positiv und bringen eine richtig gute Laune rüber, deren Funke besonders bei Livekonzerten überspringen wird. Etwas komplexer, aber melodisch bleibt es bei “Swashbuckled”, auch ein Titel, der lange im Gehörgang bleibt. “Barrett’s Privateers” lebt von seinen Chören und dem wechselhaften Sound, der relativ ungewöhnlich ist, sich aber klasse anhört. Das auf der normalen Version der CD enthaltene Stück “Death Throes of the Terrorsquid” tönt stellenweise wie Dimmu Borgir, passt jedoch wie die Faust aufs Auge.

Gekrönt wird die Limited Edition mit “I am a Cider Trinker”, einer wunderbar versoffenen Coverversion von “La Paloma Blanka”. Als Abschluss liefern die vier Freibeuter das besonders im Internet als Mem bekannt gewordene “You are a Pirate!” Danke dafür, das hat mir mehr als einmal den Tag gerettet :D

Fazit: “Back through Time” ist nach dem sehr guten, aber gerade gegen Ende etwas eintönig gewordenen Vorgängeralbum ein wahres Meisterstück geworden. Hier gibt es nicht einen einzigen Lückenfüller (nein, gemessen an seiner Länge ist auch “Rumpelkombo” ein geiles Lied ^^) und jedes Stück bohrt sich einem unweigerlich in die Hirnwindungen. Das Album läuft bei mir nur auf Dauerrotation und wird es wohl noch eine Weile bleiben. Unbedingt reinhören!

Keine Kommentare »

Anarchox am 09. Juni 2011 in Musikalisches

Mannheim Rock City

Kiss – 10.06.2008 – Mannheim – SAP Arena

Kiss Alive 35! – Zum 35-jährigen Bestehen kommt die Kultband nach 10 Jahren wieder nach Deutschland. Eine Band, mit der meine Eltern schon ihre Eltern genervt haben. Als Fan der harten Gitarrenklänge dachte ich mir: DAS muss ich mir anschauen ;)
Ohne großes Vorgeplänkel raus aus der Berufsschule und rein in die SAP Arena.

Es gibt Konzertabende, bei denen werden manche Sachen einfach unwichtig. Es spielt keine Rolle mehr, wer du bist, wo du herkommst. Was du denkst. Fernab von allen Normen, Zwängen, unseren Alltagsneurosen und natürlich fernab von jeglichem Subkulturen-Zwist. Dieser Abend war so einer. Einfach nur purer Rock ‚n‘ Roll, gepaart mit einer Bühnenshow, die ihres gleichen sucht.

Über die Vorband “From First to Last” will ich auch nicht viele Worte verlieren. Kann ich auch nicht, denn was rein von der Tonmischung geboten wurde, war einfach nur schlecht. Das was man heraushören konnte, klang zumindest recht heavy und schnell, hat aber bis auf normalen Beifall keinen vom Hocker gerissen. Die Band ist eigentlich nur erwähnenswert, da es nun einmal die Support-Band von Kiss ist. Und das war auch Iron Maiden vor langer Zeit und was aus denen geworden ist, ist allgemein bekannt ;) (Ich habe mir die Webseite der Band nicht genau angeschaut, insofern kann ich da auch nichts zu sagen.)

Der überdimensionale „KISS“-Schriftzug auf dem Vorhang vor der riesigen Bühne wurde von innen durch hektische Lichtspielereien erleuchtet, während tiefe und unheilvolle Geräusche durch die volle SAP Arena krochen. Die Lichter wurden hektischer, die Fans unruhiger. Kameras wurden gezückt, für diesen Moment, auf den alle hier gewartet haben…

„Alright Mannheim! You wanted the best, you got the best! The hottest band in the world! KISS!”

Mit einem Knall fiel der Vorhang und gab den Blick auf den gigantischen Bühnenaufbau frei, von dessen höchstem Punkt die Band jetzt mittels einer Plattform hinuntergefahren kam, während die ersten Töne von „Deuce“ erklangen. Gänsehaut pur.

Das von massiven Pyroeinsätzen begleitete Programm, wurde immer wieder durch Aktionen seitens der Musiker aufgelockert. Aufgelockert ist hier eigentlich das falsche Wort, schließlich war die Spielfreude den vier Herren deutlich anzumerken. So zerschmettert Paul Stanley seine Gitarre oder fliegt über den Köpfen der Zuschauer durch die SAP Arena auf ein Podest, nur um dort „Love Gun“ anzustimmen. Oder Gene Simmons, in giftgrünes Licht gehüllt, spuckt Blut und fliegt aus dem Stand heraus mit ausgebreiteten Armen auf eine Plattform unter der Decke.
Das Programm bestand bis zum Zugabeblock original aus dem bekannten „Alive“-Set, das mit „Rock and Roll all nite“ furios endete.

Unvermeidlich bei der Zugabe natürlich „I was made for loving you“, was auch die älteren Herren auf den Rängen zum aufstehen bewegte. Das Durchschnittsalter der Besucher war wirklich deutlich über 30, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Mit viel Pyro und „Detroit Rock City“ endete dann dieses bombastische Konzert. Es war einfach genial. Alleine Gene Simmons einmal live züngeln zu sehen, war die 70 Euro wert. Ich hätte für diese Show auch das doppelte bezahlt!

Das einzige was genervt hat: Kiss schafft es, Iron Maiden in Sachen Merchandising-Preisen noch zu toppen: Ganze 35 Euro soll hier ein Shirt kosten (was nach Etikett auch noch „Made in Haiti“ ist).

Gut, ich habe das Geld für ein Shirt dort gelassen. Es musste einfach sein, schließlich war und bin ich schwerstens beeindruckt von der Show! Leider ist das Kiss-Logo auf deutschen Merch-Artikeln zensiert. Die SS-Zeichen sind wunderbar abgerundet. Mir persönlich unverständlich, aber nun gut.

Beim verlassen der Arena habe ich aufgeschnappt, wie so manch einer über den Sound gemeckert hat. Diese Meinung teile ich bei Kiss nicht (die Vorband hatte ich ja schon angemerkt). Die Gitarren hatten Druck, der Gesang war laut und deutlich. Einzig und allein die Drums hätten etwas differenzierter klingen können. Aber sonst hat der Ton voll meinen Geschmack getroffen.

Wer dieses Tour verpasst hat, sollte sich vielleicht 2009 vormerken: Paul Stanley kündigte ein Wiedersehen für nächstes Jahr an – unbedingt hingehen!

Eher schlecht gemachte Bilder vom Konzert gibt es hier! (Es wird Zeit, für eine neue Cam…)

Danke an die vier Herren für diesen bombastischen und beeindruckenden Abend – ihr habt mir gezeigt, wieso ihr Legenden seid!

Rock on! Anarch

1 Kommentar »

Anarchox am 12. Juni 2008 in Musikalisches

Blutbad

Samsas Traum – 14.03.2008 – Saarbrücken – Roxy

“Heiliges Herz – Das Schwert deiner Sonne” nennt sich der aktuelle Blackmetal-Output von Samsas Traum Mastermind Alexander Kaschte und die gleichnamige Tour wälzt sich momentan durch das Land. Da Ludwigsburg für mich terminlich dieses mal nicht in Frage kam, bin ich auf Saarbrücken ausgewichen, was sowieso näher liegt. Also wie üblich durch die penetrante Frauenstimme des Navigationsgerätes (ich kann ohne das Teil trotzdem nicht mehr leben ^^) ohne weitere Probleme in der gewünschten Straße angekommen. Es ist schön und gut, wenn mir der riesen Puff dort direkt ins Auge fällt – ist dort doch auch bei hellichtem Tag alles neonhell beleuchtet – aber von meinem eigentlichen Ziel, dem “Roxy” keine Spur. Nein, auch das Navi zeigt mir nur einen Gardinenladen. Die Straße war zu Ende und beide Spuren verzweigten weiter in die Innenstadt, also irgendwie zurück. Ein hektisches Wendemanöver auf der gut befahrenen Hauptstrasse und alles in der entgegengesetzten Richtung nochmals abgegrast. Karre mal beim polnischen Hinterhofautohändler abgestellt, der mir in seinem gebrochenen Deutsch (nein, nicht Saarländisch) das Roxy auch nicht zeigen konnte. Der seinen Hund-Gassi-führende Einheimische an der Straße hingegen konnte es dann glücklicherweise:

Das Gardinengeschäft!

Wer nicht so von Blindheit geschlagen ist wie ich, hätte nämlich das Roxy-Logo über der Tür des Ladens erkannt. Also ins Auto, dort geparkt. Rein da. Links Elektronikladen, rechts besagtes Gardinengeschäft und ein leeres, steriles Treppenhaus. Und süße Gitarrenklänge aus dem anderen Stockwerk. Hier sind wir daheim! Die Treppe hochgewetzt und vor einer verschlossenen Stahltür dem Soundcheck gelauscht. Danach Treppe wieder runter, mal an die Luft – da ist die Tür zu!…..wtf?! …Ein Blick auf den Aushang beider Geschäfte: Haben offen bis 17 Uhr. Ein Blick auf die Uhr: 17:03 Uhr. Ganz großes Daumenkino. Wieder hoch, da mal gekloppt – sinnlos weil lauter Soundcheck. Leichtes Panikgefühl. Nach einiger Zeit kam dann zum Glück die Putzfrau des Elektronikladens und hat aufgesperrt. Freiheit! Die Location wurde mir langsam aber unsympathisch.

Wieder an der frischen Luft waren die ersten anderen Fans auch da. Trotz des doch sehr metallisch Orientierten Albums waren die Besucher der schwarzen Szene deutlich in der Überzahl, da kann Kaschte darüber denken, was er will. Die Warterei verlagerte sich 30 Minuten vor Einlass fast komplett vor die Stahltür oben. Standen dort und das Treppenhaus hinunter mittlerweile dicht gedrängt die Leute in absoluter Finsternis, da es draussen schon dunkel wurde. Erst als um punkt 19 Uhr die Tür des Roxy geöffnet wurde, wies man die Menge auf den an der Wand befindlichen Lichtschalter hin….
Einlass kurz und schmerzlos, wie erwartet war der Club sehr klein. Die Bühne maß maximal 5 Meter in der Breite und war vielleicht 20cm hoch, aber trotzdem durch ein wackeliges Gitter gesichert. Problemlos mein persönliches Fleckchen jenes Gitters besetzt. Erneutes Warten bis Konzertbeginn, dass durch einen kleinen Auftritt von Kaschte aufgelockert wurde. Der Gute muss halt auch mal auf die Toilette – baulich bedingt direkt an den Fans vorbei ;)

Wiederum sehr pünktlich fingen “The Veil” dann auch an zu spielen. Düsterer Metal mit Frauengesang. Optisch gefiel mir das besser als akkustisch, was nichts zu heissen hat, hat sich doch seit ich Nightwish kenne, jeder Metal mit Frauengesang automatisch damit zu messen (habe ich bestimmt schon mehrmals geschrieben ^^). Hörproben und weitere Infos über “The Veil” gibt es auf der myspace-Seite der Band. Bei der Hälfte des Sets wollte die Gitarre nicht mehr mitspielen und der Gitarrist tauchte das darauffolgende Lied unter, um diesen Mißstand zu beheben, während die restliche Band das Lied halt ohne Gitarre spielte. Hörte man schon deutlich, aber kann nunmal passieren. Live halt.

Und nochmals ging es pünktlich weiter. Auf der abgedunkelten Bühne sammelten sich die Gestalten von Kaschtes Band, während das unheilvolle Intro der aktuellen Platte durch den Raum waberte. Mit den ersten Takten von “Das Zeitalter der Bäume” enstand auch direkt der erste von vielen Moshpits an diesem Abend. Meine Sicht auf die mit Corpsepaint verzierten Gesichter der Band wurde leider die ersten paar Lieder durch die üblichen Fotografen genommen, aber die müssen nun einmal auch ihre Arbeit tun. Das Set war in mehrere Teile gespalten. Das komplette Album wurde, wenn ich mich recht erinnere in der Originalreihenfolge wie auf CD gespielt und nach dem “Liebeslied” kam die erste kleinere Pause, in der sich Kaschte und Co. zurückzogen. Währenddessen erklang der letzte Teil des Fortsetzungshörspiels “20 Schritte Freiheit” von den Neuauflagen der alten CDs. In den letzten Minuten dieser Geschichte erschien die Band wieder. Alexander mit einem weissen, blutbeschmierten Hemd, in der Hand ein mit Kunstblut gefülltes Weinglas. Böser, wahnsinniger Blick und mit dem Glas langsam die Kreise auf der Bühne ziehend, wendete er sich dann dem Publikum zu. Während Kaschte gezielt auf einzelne Mädels in der ersten Reihe zuging, nippte er genüßlich an seinem Glas, nur um es seinem Opfer ins Gesicht zu spucken und großflächig zu verreiben. Manche Fans staunten nicht schlecht über diese Aktion, andere kannten es wohl schon von den vorherigen Konzerten dieser Tour. Dieser (Blut)Kelch ging an mir vorüber, während man bei einigen Leuten sah, dass diese das blutbeschmierte Gesicht zuhause wohl erst einmal erklären müssen…

Beim Titelstück “Heiliges Herz” hatte Jensara Swann, die Sängerin der Vorband nochmals einen Einsatz und übernahm den weiblichen Gesangspart. Nachdem das komplette Album durch war, verschwand die Band abermals von der Bühne und hinterließ nur ihren Drummer, der nun sein Können demonstrierte. Nette Abwechslung, auch wenn im Publikum jemand meinte “Looser!” schreien zu müssen. Pech, denn Alexander betrat gerade wieder die Bühne. “Wer hat Looser geschrien? Zeit mal alle mit dem Finger auf ihn!… Aha, DU warst das?… “Na, komm her und machs besser!” Sehr geile Aktion! Unter dem Gejohle der Zuschauer kraxelte besagter Fan auf die Bühne und stand erst einmal doof neben Kaschte, der ihn dann hinter das Schlagzeug verwies, welches nun amateurhaft bearbeitet wurde. Wobei, es klang besser als erwartet, der Kerl saß wohl schon mehrmals an diesem Instrument.

“Wer von euch kennt Darkthrone?” Die Frage Kaschtes ließ das Publikum aufhorchen. “Zeigt den jungen Dingern mal wie das geht!” Und schon knüppelte die Band ein Stück eines ihrer großen Vorbilder durch das Roxy. Gerade unter den Metalheads gab es da natürlich kein Halten mehr. Aber auch Anhänger der klassichen Samsas Traum Platten wurden gegen Ende bedient. Stücke wie “Stromausfall im Herzspital”, “Für immer” (obwohl auf der letzten Tour totgesagt) und “Die Zärtlichkeit der Verdammten”, bis hin zu “Ein Fötus wie du” wurden trotzdem noch gespielt. Ebenso war der Saw-Soundtrack wieder vertreten. Mit “Kugel im Gesicht” ging das Konzert nun wirklich dem Ende zu.

Durch die Seteinteilung, die Blutaktion und das Einbeziehen des Publikums wurde somit ein sehr abwechslungsreicher und schwer metallischer Abend geboten, der auch aufgrund der Moshpits und der allgemeinen Stimmung der Fans zu den sehr viel Besseren gehörte =)
Schade, dass Alex angekündigt hat, sich zurückzuziehen.
Vielleicht überlegt er es sich nach dieser Tour wieder anders… wie so oft.

1 Kommentar »

Anarchox am 17. März 2008 in Musikalisches